Ich glaub’ ich bin im falschen Film, einer Paralleldimension irgend irgendso was in der Art. Auch wenn ich freiwillig meine Abmeldung durchführen sollte – aber ich kann nicht leugnen dass trotz meiner enormen Vorurteile doch ein Auto dieses Herstellers gefällt
Rausgefunden bei der ...
Mission 12: "Astronautentraining"
Wie immer gibt der Missionsname einen kleinen Hinweis auf das Fahrzeug. Und was bedeutet das Fremdwort Astronaut in reinem Deutsch übersetzt? Richtig, nicht Raumfahrer, sondern „Sternenfahrer“, damit dürfte klar sein dass es mich zu Mercedes Benz getrieben hat – muss eine Verzweiflungstat gewesen als ich das plante – und schnappte mir das
Mercedes-Benz CLK Coupé 200 Kompressor. Auch wenn ich den ersten V6 in der Reihe haben wollte, den C280 – nuja, der Kompressor hat’s auch getan.
Tja, was soll ich sagen? Ich hätte es selbst nicht geglaubt, dass mir ein Daimler gefallen würde – sagen wir mal, einen Daimler der nicht über 100.000 Euro kostet. Okay, ohne Zweifel ist das CLK Coupé mit Startpreisen bei 37.000 Euro immer noch 5 bis 7k zu teuer. Wenn man den Preisfaktor weglässt aber sehr gefallend. Ich muss wirklich was geschluckt haben. Aber glücklicherweise haben die so einen Glücksgriff gemacht und den perfekten CLK hingestellt – in der Avantgarde Line (sportlich mit Alu-Applikationen, etc.) und nicht das Biedermeier-Holzdesign und mit Sportausstattung. Genau das hat angesprochen ....
Der Innenraum ist in seiner Mischung von Eleganz, Komfort und Sportlichkeit wohl mit das beste was ich in den Mittelklassewagen und Coupés gesehen habe. Ich schließe jetzt mal vorweg die Vergleiche mit extremeren Wagen (SUVs, Roadster, Sportwagen) aus, versteht sich ja von selbst. Natürlich ist Geschmack eine subjektive Angelegenheit – deshalb kann ich nur von mir sagen, dass es das für mich ansprechendste Cockpit ist.
Ich war nie ein Front von Bedienungselementen am Lenkrad, und das CLK Coupé weist deren gleich 8 auf. Die sind aber so ergonomisch, passend und logisch platziert und angesteuert, dass die Bedienung mit diesen in kürzester Zeit schon in Fleisch und Blut übergeht. Großteils wird damit der Bordcomputer bedient – und der ist in meinen Augen genial.
Der Blick auf die Instrumente vor sich ist stilistisch schon eine Augenweide, und das Display in der Mitte des Tachos (!!!!) lässt keine Wünsche offen. Zusätzliche Geschwindigkeitsangabe, Kompass, Temperatur, Radio, Fahrzeugwerte, und, und, und, und) lassen sich anzeigen in einer Menüführung durch die Lenkradbedienung die nicht vom Fahren ablenkt

Sehr, sehr gelungen in meinen Augen. Auch hier bis jetzt nichts für meine Person besseres gesehen. Genau wie die zweite Bordcomputer-Radio-Schnittstelle in der Mittelkonsole.
Doch was musste ich entdecken, bzw. habe ich nicht entdeckt? Getränkehalter im vorderen Bereich, gibt’s nur im Fond. Ich bitte Euch, wo soll ich denn während der Fahrt meine Schnapsflasche hintun?
Noch eine Auffälligkeit.... die Grundeinstellungen der Sitze, hier der Sportsitze der Sportausstattung, müssen manuell verstellt werden was bei anderen Fahrzeugen mittlerweile alles schon elektrisch erfolgt. Tja, auf der anderen Seite vom Sitz gibt’s dann aber doch 4 Schalter um den Sitz einzustellen, und zwar die Sportsitzfunktionen (2 Lendenwirbelstützen, Beinauflagefläche und Seitenhalt). Das erfolgt übrigens, wenn man genau hinhört, pneumatisch

Naja, das hätte man dann auch alles elektrisch/elektronisch regeln können. Aber ist jetzt kein so großes Manko. Denn besonders durch die Sportsitzfunktionen kann man sich den Sitz so anpassen, dass er wie angegossen wirkt.
Okay, von außen ist es halt ein Benz. Das ist typisch für die Stuttgarter, von außen bleibt es immer ein Benz. Aber der CLK ist eben ein Coupé und weicht damit etwas von den biederen Daimlerformen ab. Große Pluspunkte gibt’s, für alle Coupé-Liebhaber besonders, da auf die B-Säule verzichtet wurde, was dem Gesamteindruck natürlich noch mehr beeinflusst. Und da sowohl die vorderen als auch die hinteren Scheiben versenkbar sind, kann man bei passendem Wetter gleich die ganze Seite(n) versenken. Sehr schnittisch, sehr schnittisch muss ich sagen

Wenn man mit den Benz-typischen Merkmalen leben kann, dann wird einem das CLK Coupé schon gefallen.
Kommen wir wieder zur Technik. Auf dem Papier stehen nur 163 PS... aber der Kompressor vertuscht die kleine Zahl ganz gut

Vom Fahren her würde man immer auf mehr tippen – Kompressor eben. Stellt sich die Frage ob der kleinste V6 da gebraucht wird.
Mercedes findet hier wirklich den genauen Schnitt zwischen Komfort und Sportlichkeit. Der Wagen liegt nicht hart auf der Straße, aber trotzdem in einer sportlichen Art und Weise, die nicht nur von den 18-Zöllern mit Breitreifen stammt – übrigens haben die hier wohl mit Milimetermaß gerechnet, denn bei Vollanschlag wird’s mit den Rädern arg knapp im Radkasten. Im Vergleich mit dem IS250, ja ich weiß das ist ein Mittelklassewagen und der CLK ein Coupé, aber den Vergleich können die meisten hier am besten nachvollziehen, kam der Daimler hier in Sachen Sportlichkeit besser weg – ich müsste aber da aber noch den IS in Sport Line Ausführung zu testen. MB zumindest hat hier ein gelungenes Mittelmaß gefunden.
Der Wagen ist Daimler-esk natürlich mit vielen Gimmicks ausgestattet. Parksensoren vorne und hinten sind ja fast Pflicht in der Klasse. Ebenson die ganzen Helferlein wie Regenautomatik bei den Scheibenwischern, Kofferraumfernentriegelung/-öffnung und automatisches Licht. Ich glaube ich komme in ein Alter, wo ich mit den Helfern anfreunden kann

Ein weiteres nettes Gimmick birgt der Sicherheitsgurt. Durch die langgezogene Coupé-Form und den damit langen Türen sitzt der Gurt recht weit hinten. Aber auch kleinen Menschen wird er bei Zündungseinschaltung automatisch nach vorne gebracht. Herrliche, kleine Spielerei
In der Avantgarde Line ist der Anblick der Innenausstattung sehr schön anzuschauen. Mit Sportausstattung wird dem Wagen der richtige Schliff gegeben. Wenn man sich den Sitz erst mal „angegossen“ hat, birgt das Auto Qualitäten um endlos weiter zu fahren. Natürlich gibt es weitaus sportlichere Wagen und weitaus komfortablere – aber die Symbiose zwischen beiden Eigenschaften ist hier sehr gelungen. Tja, letztendlich ist der überteuerte Daimler-Preis ein Hinderungsgrund zur Anschaffung, weil man gleiches oder zumindest ähnliches woanders günstiger bekommt, in der Quintessenz aber meist irgendwo zurückstecken muss.
Tja, ein Daimler der mir gefällt, das muss am Alter liegen. Aber was soll’s ... hier fahren viele im Winter mit alten Volkswagen rum. Wenn ich dazu mal gezwungen wäre, melde ich mich freiwillig aus dem Forum hier ab
So, heute geht’s nachher gleich weiter -
Mission 13: Deckname "Just Cruizin’"