Sorry, dass jetzt am Samstag erst der Bericht für den letzten Donnerstag kommt, aber ich kann auch nicht immer alles sofort einhacken – aber es geht ja keine Information verloren
Mission 16: "Eiffel Tour"
Tja, am Mittwoch war ein superschöner Tag vom Wetter her, da hat der Eos ja gepasst, und der Donnerstag war ebenso heiter, wie gut dass sofort nach dem Volkswagen noch ein Coupé-Cabriolet auf dem Plan stand. Damit bin ich auch nicht durch die Eifel getourt, ich weiß auch noch wie meine Heimat geschrieben wird

sondern war’s ein Wagen aus dem Land des Tour Eiffel – dem Eiffel-Turm für Frankophobe – und zwar ein
Renault Mégane Coupé-Cabriolet
Ich werde da natürlich auch öfters den Vergleich zwischen dem französischen und dem deutschen Modell ziehen.
Renault hatte mir auch sonst in seiner Palette nichts zu bieten – der normale Mégane ist kein Wagen für mich. Automobilbau-Mut hin oder her, aber das Heck des aktuellen Fahrzeuges ist so gaaaaaaaaaaaaaaaaaar nicht meine Sache. Die ersten Méganes haben mir noch gefallen, besonders auch die Cabrio-Version. Doch das aktuelle Modell….. neee, lasst mal. Aber, aber, aber, aber, aber… das CC hat nur die Front mit dem Normalmodell gleich, das Heck ist nicht so aus der Form geraten, sondern weist sich bullig-kantig auf.
Überhaupt ist das Mégane CC recht kantig, da finden sich schon fast „Sharp Edge“-eske Ansätze

Markante Kanten (um das Wortspiel zu nutzen) bis Oberkante Tür. Und die Rundungen des Fahrzeuges werden dann vom Aufbau, um es genau zu nennen, von Dach und dessen Verbindung zum Fahrzeug erzeugt. Im großen und ganzen von der äußeren Erscheinung unauffälliger als der Eos, aber keine Angst, in mehreren Punkten wird der Renault zurück schlagen
Beim Platz nehmen fällt mir eins sofort auf: Die Oberkante der Frontscheibe kommt mir verdammt stark entgegen, da wölbt sich dem großen Fahrer schon sehr stark etwas entgegen. Jedoch, nachdem erst mal alle Hebel des Sitzes benutzt worden sind, um auch für mich die ideale Sitzposition zu finden, sieht die Sache schon etwas entspannter aus. Gefahr gebannt.
Jetzt wo der Sitz richtig eingestellt ist, fällt der nächste Unterschied zum Eos auf – bei Renault hat man es geschafft beim Interieur mit wenigen, kleinen Mitteln einen sportlichen Touch herbei zu zaubern. An den richtigen Stellen die Aluminiumapplikationen angebracht, die Anzeigen nur leicht bearbeitet und sich ein wenig mehr Gedanken um die Formen gemacht, und schon gibt es einen Ansatz von Sportlichkeit. Natürlich sind wir in keinem Sportwagen – aber es macht beim Mégane auf jeden Fall mehr her, als die Standard-VW-Ausrüstung, die auch den Weg in den Eos gefunden hat (auch wenn es da Teilweise Plastik in Polsterfarbe gab). Es kann so einfach sein, und ist gar nicht mal so aufwendig. Okay, ist natürlich eine Ausstattungswahl (die einfachste Version hat das meiste davon nicht) – aber generell ist dem Renault hier ein Lob auszusprechen (ich vergleiche ja auch die Optionen in den Prospekten). Die originellste Umsetzung bekommt von mir übrigens die Handbremse… sehr clever und witzig gelöst

Dazu gibt’s hier auch den Startknopf, während Eos es noch durch konservatives Schlüsseldrehen löst. Auch die Sitze im Mégane sind um einiges sportlicher und moderner und geben guten Seitenhalt bei sportlicher Fahrweise. Ich sagte es ja, der Franzose wird noch zurück schlagen.
Intermezzo: Ich habe jetzt so viele Autos mit Keyless-Use und Startknopf gefahren – so langsam gewöhne ich mich dran. Sollten wir auch haben
Beim Platzangebot im Inneren liegt der Eos vorne… denn beim Mégane verhält es sich so wie in der T23. Wenn vorne große Leute sitzen, dann kann man es vergessen, hinten noch jemanden reinzustecken

Mein Fahrersitz ist an der Rückbank angestoßen, könnte als maximal noch 2 weitere Personen befördern, während der Eos wirklich und wahrhaftig für 4 Leute ausgerichtet ist.
Okay, dieses Mal hatte ich wirklich einen Diesel – mit 130 PS

. In der Motorenwahl steckt man hier etwas zurück, der größte weist 163 PS auf, aber das ist ja an sich auch schon eine Marke.
Irgendwie spaltet der Mégane CC meine Meinung – erste Maßnahme hier muss lauten: Tieeeeeeeeeefer, oder besser, härter. Denn in manch Kurvensituationen kommt er mir etwas zu arg weich vor. Aber andererseits ist der Wagen deutlich sportlicher als ein vergleichbar motorisierter Eos, und zwar in allen Lebenslagen, naja fast allen. Autobahnvollgas habe ich bei beiden nicht unbedingt getestet – gehörte auch nicht zum Sinn der CC-Tests

Die Lenkung ist viel angenehmer bei sportlicher Kurvennutzung und trotz der teilweisen „Weichheit“ das stock Fahrwerk und Bodenkontakt für mich persönlich besser umgesetzt als beim Eos. Damit gewinnt der Mégane bei der sportlichen Fahrweise bei vergleichbaren Motoren, bietet aber eben jenseits der 163 PS keine Motoren mehr auf – falls man so was unbedingt brauchen sollte.
An sich ist der Wagen übersichtlicher – ich kam mit den Ausmaßen und der Kontrolle vom Fahrersitz aus schneller zurecht als beim Vortagsdeutschen, auch die Spiegel zeigten mir das Umfeld in der Form an, wie ich es brauche.
Was sollte bei einem CC noch einen Augenmerk wert sein? Ja ganz genau, das Verdeck/Dach. Nun, zumindest geht’s beim Franzosen einen Tick schneller als beim Deutschen und man spart jeweils ein paar Sekunden. Der Unterschied dürfte bei 5 bis 7 Sekunden liegen. Den Eos gibt’s mit Schiebedach… eigentlich komisch beim Cabrio denke ich mir gerade

… der Mégane aber serienmäßig mit Glas-Panorama-Dach. Und zumindest mir persönlich sagt so etwas zu, sagt mir eigentlich sehr zu. Weil man offen fährt, auch wenn man geschlossen fährt – falls Ihr versteht was ich damit sagen will. Der Innenraum ist so erfrischend hell, was ein Schiebedach nur bedingt liefern kann. Und wen’s stört, kann man immer noch ein Verdeck unter dem Glas-Panorama-Dach zuziehen

Da beim geschlossenen Dach mir weniger Kopffreiheit als beim VW über bleibt – wenn auch immer noch ausreichend genug – vermittelt so ein Dach wirklich ein offenes Gefühl. Fazit: Gefällt
Fassen wir den Mégane CC mal im Vergleich mit dem Eos zusammen – vom Äußeren ist er optisch unscheinbarer und unauffälliger (außer wenn man runde Formen satt hat und eher was kantigeres will), andere Merkmale wurden aber sportlicher umgesetzt (ja, es gibt auch beim Renault Ausstattungen in Richtung nobel wirkend

) – das Glas-Panorama-Dach ist in meinen Augen ein extra Goodie – und letztendlich bei vergleichbarer Motorisierung und Ausstattung gibt’s einen französischen Preisvorteil von mehreren tausend Euros. Bei der richtig gewählten Finanzierung bekommt man den 163 PS Mégane CC in sportlicher Linie deutlich unter 30k Euro.
Für den preisbewussten Interessenten, dem es auch mehr um die Funktion geht (CC) als primär um die Form, dem sei wohl der Mégane ans Herz zu legen. Der macht keine schlechte Figur im Gesamtauftritt.
Fast vergessen – auch die CC-Version vom Mégane hat 5 Sterne beim Euro NCAP Crashtest erreicht (nicht zuletzt durch die Option von in Sekundenbruchteilen automatisch herausspringenden Überrollbügeln aus den hinteren Kopfstützen) und bietet damit einen hohen Sicherheitsfaktor.
Heute am Samstag hatte ich ja auch eine Mission, berichte ich aber wohl morgen drüber. Da ich die falsche Speicherkarte dabei hatte, musste RobS mit seinem niegelnagenneuen Handy Bilder machen – ich hoffe das wurde teilweise was, sonst müssen Händlerbilder her
Morgen als dann der Bericht für die heutige
Mission 17: Deckname “Furioso“