Mission: Fremdfahrwochen ... Continues!!!

@MAD: Ich checke das gerade mit M ab. Hmmm, geht in Ordnung. Einsatznahme MAD - Null Null Negativ. Sondermission "Puristenspaß" genehmigt. ;)
 
GEIL!
Bor... Also wenn das klappt, dann kriegt M aber richtig was geboten! Versprochen! Und ich sicherlich mein Grinsen nich mehr aussem Gesicht! :D
 
Mission 2: "Mehr PS"

Und noch ein herrlich vernünftig unvernünftiges Auto - der Mazda 6 M(ehr)PS :D Damit hat Manni, der mürrische Lexusfahrer sogar Gedanken gelesen ;)

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Die Erklärung von "vernünftig unvernünftig" kann man vom Volvo übernehmen, nur ist hier der Faktor "unvernünftig" etwas höher, aber der hängt direkt mit dem Spaßfaktor zusammen :D

Was soll ich sagen .... 260 PS, 380 Nm und Allrad .... Suchtfaktor ist im Preis inbegriffen, aber auch die Gefahr des Punktelieferanten (in Flensburg) :D Man kann gar nicht so schnell auf die Bremse treten wie der Wagen beschleunigt. Man muss sich zwingen nicht in der Stadt 100 und auf der Landstraße 200 zu fahren. Zum Glück hatte ich mich noch im Griff, auch wenn mein Grinsen wohl nicht mehr raus geht.

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Man überholt mit dem Wagen keine anderen .... man umfährt damit regungslose Objekte auf der Fahrbahn :cool: Jetzt verstehe ich das "Zoooom, zoooom, zooooom" :D

Ich wiederhole es gerne - Suchtfaktor.

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So, jetzt geht es wirklich morgen erst weiter ....

... am Mittwoch - Mission 3: Deckname "Männersache"

P.S.: Ich sehe Gefahren auf mich zukommen, denn wenn ich noch ein oder zwei Wagen von der Kategorie fahre unterschreibe ich in Trance noch einen Kaufvertrag und werde wegen Banküberfalls polizeilich gesucht :rolleyes:
 
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Was hab ich gesagt!richtig geiles teil:D :cool:
Wer nicht gleich vor ort den kaufvertrag unterschreiben will ,sollte das ding nicht fahren!

Ach und ich glaub bei mario ist morgen ein BMW dran :D
 
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Zitat von Planet:
Wer nicht gleich vor ort den kaufvertrag unterschreiben will ,sollte das ding nicht fahren!

Dem kann ich nur zustimmen - nur dass ich mich aktiv an meine miserablen Finanzen erinnern musste hielt mich davon ab :D

Übrigens ein Kompliment an das Mazda-Haus, dass mir den Wagen zur Verfügung stellte, weil es nicht so einfach ist einen MPS Probe zu fahren. Die werden nicht als Vorführwagen bestellt und Tageszulassungen und Dienstwagen gibt es auch nicht. Die werden bestellt und abgeholt :rolleyes: Eigentlich hätte es noch eine Zeit lang gedauert bis die einen da haben, aber, wie man am Kennzeichen sieht, hatten die ganz kurzfristig von der Niederlassung in Saarlouis für nur 2 Tage einen MPS bekommen. Sofort als der da war hat mich der Verkaufsleiter angerufen - überraschend, so dass ich die Mittagspause für die Mission nutzen musste. Ich hätte den Wagen auch den Nachmittag behalten können, war aber von mir nicht so geplant, weil ich mit dem Anruf nicht rechnete :) Das Kompliment ist gerechtfertigt, da musste ich schon negative Erlebnisse machen bei Fahrzeuge anderen Types, die viel öfter auf den Straßen fahren und eigentlich immer greifbar sein müssten ;)
 
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Geile Sache! Bin gespannt auf die nächsten Missionen. Würde ja gern mal den Mustang GT fahren :cool: Ein Kumpel hat sich nen WRX STI gekauft letzte Woche - nagelneu für 32.000 DOLLAR. Der Preis ist total krass. Bei uns zahlste ja fast das doppelte. Ich wander aus!
 
Von vorne sieht der ja noch harmlos aus... Aber von hinten sieht man dann doch schon die Power!!
Man hätte den Flügel aber vielleicht noch was besser und dezenter Integrieren können, so alla M3...
 
Zitat von MAD:
Von vorne sieht der ja noch harmlos aus... Aber von hinten sieht man dann doch schon die Power!!
Man hätte den Flügel aber vielleicht noch was besser und dezenter Integrieren können, so alla M3...

Ich stelle mal heute abend noch ein Bild rein dass ich selbst gemacht, kein Prospektzeug, das wird Deine Meinung ändern, dass der von vorne harmlos aussieht :D

Edit:

Bitte schön - hier der Nachtrag, dass ein (schwarzer) Mazda 6 MPS nicht unbedingt harmlos aussieht :D

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Mission 3: "Männersache"

Es geht vernünftig unvernünftig weiter - der Peugeot 407 Coupé V6 ;)

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Der zugehörige TV-Werbespot von Peugeot gibt schon die Richtlinie vor - "Pour Homme" - und dieser Wagen ist wirklich eine Männersache. Für Frauen und warme Brötchen hat Peugeot ja auch schließlich den 206CC entwickelt :D

Schon nach den ersten zwei bis drei Minuten Fahrt merkt man eins deutlich - das ist kein Auto zum Rasen, nein zum Reisen. Das aber "Reisen" mitunter nicht langweilig sein muss, wird der kundige Leser gleich erfahren.

Optik ist ja immer Geschmacksache, aber wenn das 407 Coupe Interesse weckt, dann auch gleich Leidenschaft. Endlos scheinen die Linien sich dieses Straßen-Hais hinzuziehen und nicht nur die Kiemen an der Frontschürze lassen einen agressiveren Eindruck zurück.

Um ganz ehrlich zu sein ... bei helleren Wagenfarbe stört mich das jeweilige "große, schwarze Maul" der Peugeots, bei einem schwarzen oder blauen Wagen erscheint das kein stilistisches Problem mehr zu sein.

Er ist ohne Zweifel ein Blickfang, auch wenn normaler 407 und die Kombiversion schon länger auf dem Markt sind, aber das Coupé lässt einfach länger hinschauen.

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Der Wagen zieht sich endlos in die Länge - auf dem Fahrersitz Platz genommen, in einem gewöhnungsbedürftigen, aber innovativ sportlichem Inneren, kann man im Rückspiegel das Ende des Hecks nur erahnen, und durch die ewig lange Front fragt man sich auch wo diese enden mag.

Doch durch das beste von mir je gesehen Parking Assistant System - mit Ausnahme der Fahrzeuge mit Kamera - ist das Rangieren dieses langen Hais kein großes Problem. Während viele System nur akustisch die Distanz angeben wechselt hier der Bildschirm der Bordcomputers und gibt eine Art Radar/Sonar-Ansicht - und auch die jeweiligen Ecken werden abgetastet, nicht nur sturr und gerade nach vorne und hinten.

Vier Bedienungshebel hinter dem Lenkrad sind gewöhnungsbedürftig, aber dafür gibt es keine Knöpfe auf dem Lenkrad, denn damit sollte man nur lenken, alles andere ist Firlefanz. Und der Wagen kann alles übernehmen, was man an Verantwortung abgeben will - Geschwindigkeit an den Tempomat, Wischautomatik, Lichtautomatik, etc. Doch nur wenn man das alles abgeben will ;)

Das 407 Coupé gibt's in 3 Benzin- und einem Dieselmotor, wobei man getrost den 2.2l-Motor übergehen kann und sich den 3l-Benziner oder 2.7l-Diesel zulegen sollte. Letzteren bin ich heute gefahren.

Eins spricht für den Diesel. Denn die Benziner haben mit 210 PS nur 5 PS mehr als der Diesel, der aber weist mit 440 Nm Drehmoment 150 von diesen mehr auf als die Benzinkollegen!!!!!!

Damit wären wir beim Reisen - denn dieser Begriff wäre Understatement pur. Auch wenn Komfort einen im ersten Augenblick größeren Rahmen einnimmt. Auch wenn es eine sportliche Einstellung des Fahrwerks gibt, liegt der Wagen nicht hart.

Nicht nur wegen der Länge ist diese Coupé ein Schiff - ein Raumschiff. Denn mit dem 407 Coupé fährt man nicht, nein, man schwebt. Man liegt nicht wie ein Brett in der Kurve, nein, man schwenkt in eine Umlaufbahn. Ohne einen Geschwindigkeitsdefizit gegenüber den "Kurvenbrettern" einzubüßen. Geschwindigkeit nimmt man kaum wahr, 130 scheinen wie 60 km/h zu sein. Dies kommt mitunter von der Automatik - eine normale Schaltung beim Diesel gibt es nicht, weil man nur so einen schonenden Umgang mit dem Drehmoment gewährleisten kann.

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Es ist kein Wagen für eine Aneinanderreihung von Kurven - die Größe und Gewicht ist einfach zu hoch um so sportlich und hart zu sein wie andere Fahrzeuge (Gewicht: 1.7 t, Länge 4.82 m), aber das muss er nicht, denn er ist zu viel mehr zu gebrauchen als ihn auf geraden Straßen zu bewegen.

Übrigens, wem die 6-Stufen-Automatik nicht sportlich genug ist, schaltet auf Sequentiell um und kann nach seinen Wünschen hoch- und runterschalten. Aber so wie Obi Wan dank der Macht dem jungen Luke Skywalker beistand, so bleibt auch die Automatik im Rücken des Fahrers und verhindert Schlimmeres. Auch wenn sequentielle Schaltung gewählt wird, übernimmt die Automatik in den den Grenzbereichen das Schalten, damit der Wagen nicht absäuft oder überdreht.

Auch dieses Exemplar gehört zu den Wagen die polarisieren ... man mag ihn oder man mag ihn nicht. Eine neutrale Haltung gibt es nicht.

Einer der wenigen Franzosen, die mich begeistern können und mit Sicherheit eine Überdenkung wert, denn auch hier kann man sich ein Dauergrinsen nicht verkneifen, wenn man unterwegs ist.


Gleich morgen geht's schon weiter ... Mission 4: Deckname "Schni schna Schnappi"
 
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Klasse Bericht und ich freu mich schon auf das, was du uns morgn präsentierst! :D
 
Jep, finde ich ne klasse Sache wie du schreibst. Man kann förmlich herauslesen wie sich der Wagen fährt.
Bin mal gespannt auf dein "Schnappi" :D
 
Zitat von Dragon:
- und dieser Wagen ist wirklich eine Männersache. Für Frauen und warme Brötchen hat Peugeot ja auch schließlich den 206CC entwickelt :D

Hier ein "Einspruch, Euer Ehren...". :p ;)

Aber sonst: Hut ab. Deine Berichte sind wirklich fantastisch geschrieben. Weiter so. Bin gespannt, was von Dir noch an "Männer"karossen :p unsicher gemacht wird. :)
 
Ich entschuldige mich schon im Voraus… selbst mit einer vollautomatischen Digitalkamera kann ein Luxemburger wohl nicht fotografieren. Keine Ahnung warum aber es war viel zu hell, obwohl man das gar nicht verstellen kann. Naja, ich konnt die Bilder noch halbwegs retten :rolleyes:




Mission 4: "Schni schna Schnappi"

Tja, heute war es soweit. Jede Logik wurde zu Hause gelassen, verschlossen im Schlafzimmerschrank, denn mit Vernunft hat folgendes Auto eigentlich gar nicht zu tun – der Porsche Cayman :D

Und ich nehme die Quintessenz schon einmal vorweg. Es gibt eigentlich nur einen guten Grund sich einen Porsche zuzulegen – weil es ein Porsche ist. Das ist aber nur ein halber Grund, die andere Hälfte wird durch folgendes belegt – einen Porsche sollte man sich kaufen wenn man Geld zu viel hat. Ja, wenn man es wortwörtlich zu viel hat und nicht weiß was man machen soll, bzw. vor der Entscheidung steht, werfe ich das Geld jetzt weg oder gebe ich es für einen Zuffenhausener aus.

Denn mit Vernunft kann man es sonst nicht erklären – und wenn man nicht genau diese Beweggründe hat, sollte man sich keinen zulegen, ganz gleich welchen.

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Damit wir uns nicht missverstehen…. in Deutschland werden nur an einem Ort ordentliche Fahrzeuge gebaut, und das ist in den Porsche-Werken. Wer eine andere Meinung hat sollte sich mal nüchtern die Zahlen betrachten. Die in Zuffenhausen sind tiefschwarz, die in Wolfsburg zum Beispiel knallrot :D

Jedoch bekommt man vergleichbare PS-Zahlen und Drehmomente woanders für 60 % des Porsche-Preises. Nur ist es dann kein Porsche :rolleyes: Eben also der einzig gute Grund für Ferdinand’s Vehikel.

Kommen wir zu den heutigen Fakten – da man deutsche Verkäufer von teuren Fahrzeugen in die Tonne treten kann und das Porsche-Zentrum in Trier eh eine Sache für sich ist, habe ich einen luxemburgischen Bekannten, der schon Cayman-Fahrer ist, kontaktiert, der für mich eine Fahrt mit einem Fahrzeug des PZ Luxembourg arrangierte, dort ist man gleich mal entgegenkommender :D

Den Cayman gibt’s in zwei Werksmotorisierungen – mit 245 PS (wie ich ihn heute hatte) und mit 295 PS. Dieser Unterschied kostet den Kunden mal schlappe 11.000 Euro. Ach ja, wo wir schon mal einen Preis angeschnitten haben, den „kleinen“ Cayman gibt’s ab etwas mehr als 47.000 Euro Auch ansonst ist ein Porsche ein typisch deutscher Wagen, heißt, man kann Unmengen von Geld an Sonderausstattung, Zubehör und optischer Aufwertung ausgeben. Da gehen mal schnell wieder 10.000 Euro ins Land.

Für jemanden, der zum ersten Mal selbst hinter dem Steuer eines Porsche sitzen sollte macht sich ein Gefühls-Mix breit – das Kind im Manne kommt zum Vorschein. Zum einen der Respekt vor dem teuren Gefährt, es ist ja immer nicht das eigene :D, zum anderen die mit überschwenglicher Freude geschwängerte Neugier.

Zwei Erkenntnisse macht der Motorliebhaber sofort – jetzt nicht dass der mir zur Verfügung gestellte Vorführwagen 19-Zöller draufgetackert hatte (vom Werk her sind es 17er), schon das kleinere Porsche-Sportlenkrad (hmmmm, ich glaube bei Porsche den Begriff Sportlenkrad zu verwenden scheint überflüssig, es war halt das sportlichere von beiden) aufwies und die Sportsitze (ja ja ja, Erklärung wie zuvor), die wie angegossen sich ergeben.

Nein, vielmehr dass man Platz hat im Wagen, also auch bei Körpergröße über 1,90 hat man genug Kopffreiheit. Ich würde schätzen bis Körpergröße 1,97 dürfte es keine Probleme geben. Außerdem dass das Standardschaltgetriebe auch beim Cayman nur 5 Gänge hat? Hääääää? Ja, nur 5. Ist wohl irgendwie aus Tradition so. Aber ein 6-Gang-Getriebe gibt’s natürlich auch – gegen was? Gegen Aufpreis :D Dieser soll aber nicht ganz so hoch sein.

Was zeichnet den Porsche aus? Er ist eine Drehorgel. Spaß hat man eigentlich immer, ab 5.000 U/min wird der noch mal größer, weil der Mittelmotor dann noch mal richtig greift, hochjubelt und der Sound der 6 Ventile sich wohl zum besten entwickeln was man in einem Auto unterhalb der 100.000 Euro-Marke hören kann. Übrigens… der kleine Cayman-Motor hört sich besser an als der große :D Er ist die Urmutters des Brettes, das auf der Straße liegt. So lange es trocken ist, haftet er wie Sekundenkleber. Selbst Bodenunebenheiten werden zur normalen Fahroberfläche. Kein Nachfedern, kein Vibrieren, kein Verlust von Bodenhaftung. Der Cayman frisst alles was vor die Räder kommt. Da kann schon mal vor Begeisterung die Schnapp-Atmung einsetzen :D

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Am Porsche ist eben alles Sport, von den Bremsen übers Fahrwerk und Lenkung bis hin zur jeden einzelnen Schraube. Andere Autos können sportlich sein, der Porsche ist Sport. Porsche eben.

Die kritische Frage ist aber eben, ob das wirklich nötig ist, weil man für weniger Geld auch sehr interessante Wagen bekommen kann, und 245 PS/273 Nm bzw. 295 PS/340 Nm gar nicht mal so schwer ersetzbar sind, für einen kleineren Kredit. Ein Tipp: Einen Dienstwagen vom Verkäufer (keinen reinen Vorführwagen) holen, da gibt’s satte Prozente (10 bis 15 %).

Interessant zu wissen, dass bei sportlicher Handhabung der Verbrauch bei 11 bis 12 Liter liegt, bei 16 Liter wenn man den Tank leer prügelt, der Cayman aber auch mit 7 Liter bei normal-sparsamer Handhabung fahren kann (nur wer will das?).

Ein zweischneidiges Schwert, da dem Fahrer eigentlich nur der Satz „Ich fahre Porsche“ durch den Kopf geht. Wem der Gedanke nicht fasziniert der muss nur gerade aus schauen. Die Aussicht aus dem recht kleinen Frontfenster zeigt nicht die lange Motorhaube, aber der Blick wird eingerahmt durch zwei Buckel, also die Erhebungen, die in den Frontleuchten enden. Da begeistert also schon der Blick aus der Frontscheibe :D

Fazit: Einen Porsche geschenkt bekommen …. ich würde ihn natürlich nehmen und eine Zeit lang fahren. Einen kaufen und bezahlen. No, no, never. Auch wenn er es wert sein sollte, die Preise sind einfach zu hoch.

Und sind wir mal ganz ehrlich, ganz tief in unserem Herzen wissen wir, dass so lange wir von einem Porsche träumen und in die Porsche-Welt reinschnuppern, diese Autos viel mehr zu schätzen wissen, als wenn wir ihn dann doch bezahlen müssen (wenn wir können) und ihn haben.

Nur die Distanz zu einem Wagen, einer Marke, lässt ihn/sie zum Mythos werden. Doch wer weiß, vielleicht kommt ja morgen schon die Einladung von Günther Jauch zu „Wer wird Millionär“. Bis jetzt hätte ich jede Millionenfrage gewusst …. :D


Auch morgen bin ich wieder im Einsatz ... Mission 5: Deckname "Rock the road"
 
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Scheiß Porsche- Proll! :D ;)

Schickes Auto...wenn du nochmal was in der Art holst, und zuuuufällig an Bitburg vorbei düst - sag Bescheid! :)
 
Zitat von RobS:

Hehehe.... in Luxemburg ist das gar nicht mal prollig, die Porsche-Dichte da ist im Vergleich zu Deutschland schon recht hoch ;)

Aber den Prollfaktor musste ich mal austesten. Und zwar als ich auf die Raststätte bin , wo die Fotos entstanden. Im Parkenbereich gingen genug Leute zwischen ihren Autos hin und her, da kam ich einfach in die Versuch nicht ordentlich einzuparken, sondern gleich mal quer 3 Parkplätze zu belegen :D :D :D

Zumindest die dort befindlichen Franzosen gaben einen Mimik-Ausdruck von sich der gemischt war aus "Ja klar, scheiß Porsche-Proll" und "Ich trau mich das aber nicht laut zu sagen oder den anzusprechen, weil ich ja nur neben meinem Familienpeugeot stehe und so was auch mal gerne fahren würde" :D :D

Zitat von RobS:
Schickes Auto...wenn du nochmal was in der Art holst, und zuuuufällig an Bitburg vorbei düst - sag Bescheid! :)

Muahahahahahaa..... bin ich bei der Wohlfahrt? :D :D :D Schau mer mal... wenn sich was in Bitburg ergeben sollte ;)
 
Mission 5: "Rock the road"

Da die Vernunft ja gestern zu Hause gelassen wurden, drehen wir heute den Spieß einmal um, und lassen die Unvernunft einmal aus dem Spiel.

Aber um es vorweg zu nehmen, es ist wohl eher die Bewertung eines Zweitwagenkandidates :D …. der Suzuki Swift 1.5

Unter anderem galt es auch noch einen freien Tag mit einer Mission zu füllen – man bekommt ja nicht jeden Tag etwas mit Porsche-Kaliber zur Verügung :D

Jetzt fragt sich der aufmerksame Kritiker, wie man mit solch einem Kleinwagen die „Road rocken“ kann. Nun, nicht nur dass der Werbe-Slogan von Suzuki selbst für diesen Wagen stammt, sondern ein Kleinwagen (eigentlich die Zwischenstufe zwischen Kleinst- und Kleinwagen) mit dreistelliger PS-Zahl kann schon mal die Straße zum Beben bringen – im Volksmund sind diese Vehikel ja nicht umsonst als "Rennsemmeln" bekannt ;)

Und eine dreistellige PS-Zahl hat der 1.5 Liter-Swift mit seinem 5-Gang-Getriebe (gibt’s auch in Automatik) nun einmal – wenn auch mit 102 PS knapp drüber. Doch eine solche Leistung müssen vergleichbare Autos erst einmal bringen. In der 1.3 Liter Ausführung wäre der Motor mit 92 PS gesegnet, was immer noch so viel ist, wie viele Kompaktklassewagen als Standardmotor eingepflanzt haben.

Die Preise sind natürlich relativ niedrig – variierend von Motorisierung, Anzahl der Türen und Extras. Dass man keinen Luxus erwarten kann, verwundert dann eigentlich nur dem Unbedachten. Der Preis startet bei 9990 Euro.

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Wo eingespart wurde, um kostengünstig anzubieten, wird nach dem Einsteigen sofort klar – im Innenraum. Das Äußere eigentlich relativ ansprechend für ein Auto dieser Größe ist, hat sogar einen teilweise sportlichen Eindruck, was bei diesen Formen schwer zu erreichen ist. Front- und Heckpartien erinnern einen leicht an den neuen Yaris, wobei der schon eine Nummer größer ist. Die Seitenansicht lässt sogar Anlehnungen an einen britischen Kleinwagen mit bayrischem Motor vermuten. So scheinen die Formen vertraut, in der Zusammenstellung ergibt sich aber ein neues Bild.

Der Innenraum leidet aber wie schon angesprochen unter dem kleinen Preis. Er ist schlicht, sehr schlicht. Mit altbekannten schwarz-grauen Plastik wie man ihn aus preiswerten Autos kennt. Auch die Sitzbezugen sind verschwindend unauffällig. So lässt sich der innere Eindruck als trist bezeichnen – als unterer Standard. Wenn auch zumindest der Versuch gemacht wurde mit einigen aluminiumfarbenen Akzenten Abwechslung zu schaffen. Was aber nicht gelingt. Nun, man will es vielleicht auch nicht, sonst würde der Preis natürlich steigen.

Durch Studieren der Zubehörliste kann man aber fest stellen, dass es einiges an Original-Zubehör gibt, womit man den Innenraum aufpeppen kann (Lederlenkrad, Leder-Alu-Schaltknauf, etc.). Und auch sportlichere, montagefertige Außenstattung ist erhältlich (Schürzen, Dachflügel, Seitenschweller, Sportgrill, etc). Alles für eigentlich recht günstige Preise.

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Es wird Zeit die Straße beben zu lassen ….. und das kann man auch. Auch wenn der Wagen mit 1 t um einiges schwerer ist, als man annehmen mag.

Übrigens…. der Suzuki Swift wird im Rallye Sport eingesetzt, in der 1600-Klasse und wurde auch bei der Deutschland-Rallye von Nikki Schelle (der dem Motorsport-Enthusiasten und aufmerksamen DSF-Schauer – dort macht er Wagentests – bekannt sein sollte) sehr erfolgreich bewegt.

Dies nicht ohne Grund, denn der Swift ist ein kleiner Straßen- und Kurvenräuber. Dank der 102 PS ist er sehr spritzig, besonders im unteren Drehzahlbereich bis 4.000 U/min. Er lässt sich relativ schnell und sportlich über enge Landstraßen bewegen – wenn man sich überwunden hat, dass der recht schmale Wagen nicht umkippt :D

Nach meinem Geschmack muss er aber noch eins …. .tiiiiiiiiiefer :D Um genau zu sein, könnte er eine Nummer härter auf der Straße liegen, und bei Unebenheiten auf der Fahrbahn hoppelt er mir ein wenig zu viel, ohne dabei instabil zu wirken. Dem kann aber abgeholfen werden, da hier der Händler, und wohl andere auch, den Wagen immer wieder mal mit einer guten, altbewährten Eibach 30 mm Tieferlegung ausliefern. Ich glaube mit dieser Maßnahme kann das Landstraßenräubern unbesorgt in die Vollen gehen.

Abgesehen davon dass er mitunter auch als Stadtwagen konzipiert war, gehört er dahin oder auf die vorgenannten Strecken, da er wegen nachlassender Bissigkeit ab 4.000 U/min und natürlich mit einer Auslegung nicht auf Endgeschwindigkeit kein Wagen für lange, gerade Strecken ist – das heißt wenn man ihn sportlich bewegen will, 180 echte km/h sind aber noch drin.

Beim Test durch kurvenreiche Waldstraßen wurde mir eins bewusst – die Bremsanlage reagiert saumäßig stark, da sollte es in der Sache keine Probleme geben, wenn man plötzlich Gegenverkehr auf engen Straßen entgegen kommt.

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Abzüge für den Wagen gibt es eben in der B-Note, die Innenausstattung, die kaum existent ist. Andererseits weisen viele Winterfahrzeuge auf Grund ihres Alters auch nicht mehr auf. Wäre eine Maßnahme die zu ändern gilt, wenn man darauf Wert legen sollte – ist aber mit gar nicht so großem finanziellen Aufwand änderbar.

Diejenigen, die sich einen Zweitwagen als Winterwagen oder Alltags-Kilometerfresser zulegen wollen, die sollten sich ruhig mal den Swift anschauen, wenn sie kein Fahrzeug benötigen um viele Personen zu transportieren und von der Zuladung her die normalen Einkäufe und Erledigungen in Frage kommen. Wer beim Zweitwagen, Winterwagen oder das ausgesuchte Auto für die Freundin sich eher für etwas sportlicheres Fahrverhalten als übermäsigen Komfort entscheiden würde, der sollte es sich überlegen. Außerdem bietet auch dieser Kleine viel Platz für große Leute.

Kleiner Tipp: Wer mit einem Dreitürer auskommt, spart 500 Euro gegenüber dem Fünftürer. Damit hätte man schon mal die Hälfte der Comfort+ - Ausstattung, die eben 1000 Euro Aufpreis kostet, aber kleine Spielereien beinhaltet, wie z.B. dass das CD-Radio zusätzlich mit Navi und großem Display ausgestattet wird und einem Keyless Start (schlüsselloses Einsteigen und Starten).

Und wer den Kleinen eh schon in der persönlichen Auswahlliste hatte, hier noch ein extra Tipp: Ungefähr Anfang nächsten Jahres kommt er in einer Sport-Ausführung heraus. Mit einem 1.6 Liter-Motor, 125 PS, Sportsitze, sportlicheres Fahrwerk und vieles mehr.



So, und nun schnallt Euch an, schnallt Euch gut an – denn morgen werdet Ihr was erleben ... Mission 6: Deckname "Götterdämmerung"
 
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