T23 Komisches Geräusch hinten rechts

Dieses Thema im Forum "Technische Probleme" wurde erstellt von EpiiCxSpeckPack, 29. Juni 2018.

  1. EpiiCxSpeckPack

    EpiiCxSpeckPack New Member

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    Hallo zusammen,

    So ich hab ein kleines Problem, und zwar folgendes:

    So ca ab 60 km/h und 3000 u/min kommt von hinten rechts ein komisches Geräusch, klingt wie der Schleudergang von einer Waschmaschine. Also gefühlt könnte man aber auch meinen der Auspuff dröhnt einfach nur. Ein Kollege hat bei ner fahrt vorhin halt auch no h gemeint des hört sich ungesund an, als ob day Radlager was hätte. Meine Celica hat am Mittwoch TÜV bekommen deswegen wollte ich mal fragen ob von euch jemand sowas auch hatte...

    Ich hoffe ihr könnt mir vllt helfen, weil ich halt wirklich noch gar keine Ahnung von Autos hab

    Danke im Voraus
    David
     
  2. CRX_Fan

    CRX_Fan Well-Known Member

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    Wenn Du, wie Du selbst sagst, keine Ahnung hast, MUSS jemand schauen, der etwas versierter ist. Sonst können wir Dir alles mögliche sagen, anfangen kannst Du damit aber dann nichts. Also jemanden schauen lassen!

    Erste, GROBE Ansätze:

    Wenn auch im Stand auf Drehzahl:
    - Hitzeschutzblech vom Endtopf
    - Lose Teile am Unterboden oder der Stosstange
    - Endtopf selbst
    - Geräusch kommt von vorne, man ortet es aber nur hinten -> prüfen
    - Geräusch kommt von losen Innenraumteilen

    Wenn nur während der Fahrt:
    - Radlager
    - Reifen
    - Bremsscheibenschutzblech schleift an der Bremsscheibe
    - Bremssattel
    - Handbremse schleift in der Trommel
    - Ankerplatte schleift an der Handbremstrommel bzw Scheibe innen
    - Abrollgeräusch alter Reifen
    - Reifen schleift an Teilen

    -> prüfen, ob es sich bei Lastwechseln verändert (Ob Geräusch stärker oder leiser wird)
    -> prüfen, ob es sich beim ziehen der Handbremse verändert (Ob Geräusch stärker oder leiser wird)
    -> prüfen, ob es sich beim bremsen verändert (Ob Geräusch stärker oder leiser wird)
    -> Fahrzeug aufbocken und Rad (beide Räder) langsam per Hand drehen und auf ungewöhnliches Geräusch prüfen bzw. ob man das Geräusch simulieren kann
    -> Fahrzeug auf die Hebebühne stellen und alle Stellen am Unterboden auf lose Teile abklappern
    -> prüfen, ob vorher am Auto gearbeitet wurde (Bremsenaustausch, Radwechsel, Auspuffaustausch)

    Wie Du siehst, bedarf so etwas immer einer genauen Diagnose. Daher meine Empfehlung: Lass jemanden das prüfen, orten, diagnostizieren, probefahren, der so etwas schon öfters mal gemacht hat.

    ich würde mein Augenmerk auf die Bremse hinten richten, da er vor kurzem erst auf dem Bremsenprüfstand war und da die Betriebsbremse und vor allem die mimosenhafte Handbremse stärker belastet wird als im normalen Fahrbetrieb.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2018
    celica michi und EpiiCxSpeckPack gefällt das.
  3. Pillhuhn

    Pillhuhn Member

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    Neben den oben schon umfangreich beschriebenen ursachen wechsel einfach mal die reifen.
    Hatte brummendes gerausch bei 110km/h, ab 140 wieder abnehmend. hatte auch schon angst wegen radlager.
    Bei mir lag es an den alten reifen.
     
  4. CRX_Fan

    CRX_Fan Well-Known Member

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    Völlig richtig. Alte Reifen verursachen mitunter massive und auch pulsierende Abrollgeräusche bei denen man sogar meinen kann, das ein Radlagerschaden vorliegt. Bei für Radlagerdefekte unsepzifisches oder untypisches Verhalten (keine Veänderung des geräusches bei Lastwechseln, etc.) - aber typischem Radlagerdefekt Geräusch, sollte man immer erstmal die Räder wechseln.

    Ebenso beim ziehen des Fahrzeugs zu einer Seite (Konizität der Räder)

    Kommt in letzter Zeit häufiger vor, da die Leute immer weniger auf ihre Reifen achten. Es ist teilweise die Regel, das ich Autos in der Werkstatt habe, bei denen die Räder 12 Jahre und älter sind und meist schon völlig porös an der Flanke. Dafür ist es gut, das wir hier die Hauptuntersuchung haben. Die Leute würden sonst nie die Reifen wechseln, sondern erst, wenn sie platzen. Einige Prüfer schreiben das Alter der Räder als Hinweis auf den Bericht, was die meisten Leute aber immernoch nicht interessiert. Hellhörig werden sie erst, wenn aufgrund der Porösität ein erheblicher Mangel aufgeschrieben und die HU damit nicht bestanden wird.

    Laien denken immer nur an die Profiltiefe (wenn Überhaupt). Dabei ist das Alter der Reifen ein noch viel entscheinderer Faktor, weil eben da noch der schwindende Komfort, das Gripniveau und der Materialzustand mit dazukommen. Ein alter ausgehärterer Reifen, der zwar noch ausreichend Profiltiefe hat, bringt bei entsprechenden Fahrbahnverhältnissen aber trotz Profiltefe absolut gar nichts.

    Daher bin ich übrigens auch ein Verfechter des Reifendruckkontrollsystems. Viele sehen diese Pflicht als "unnögtig" oder "Schwachsinn" an. Ich selber, der das Elend mit den Reifen aber ständig sieht, ebenso wie die Einstellung und das Wissen der Leute zum Thema Reifen, sage aber daher, das es absolut die richtige Pflichteiführung war. Eben weil sich die Leute um die Reifen einfach nicht mehr kümmern oder sich Gedanken machen, sondern einfach solange reiten, reiten und reiten, bis etwas passiert oder es zu Schäden kommt.

    Der Reifen ist der einzige Kontakt des Fahrzeuges zur Strasse; alle Brems,- Sicherheits,- Regelsysteme müssen darüber ihre Möglichkeiten übertragen. Sie müssen das Gewicht des Autos tragen, die Antriebs-, und Bremskräfte übertragen, den Komfort bereitstellen, das Auto in allen Lagen sicher führen. Daher mein Aufruf: Bitte bitte....nicht an den Reifen sparen aber vor allem auch immer an seine Reifen denken und mehr Acht darauf geben (über Bordsteine rumpeln, an Bordsteinen langsschleifen) und ihnen auch generell einfach mehr Beachtung schenken!
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2018

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